Kontakt
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Am 21. November 1962 trafen sich sportbegeisterte Angler der Gemeinde im Gasthaus „Zum Schützenhof“ und gründeten den Angelsportverein Bauschheim 1962 e. V.
Von Beginn an war der Gemeinschaftssinn prägend: Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Gewässer – die ersten Verhandlungen mit der Familie Braun scheiterten – gelang es, den Baggersee an der Bundesstraße 26/42 (heute genutzt vom Verein „Forelle Bauschheim“) als Fischgewässer zu nutzen. Die Mitgliederzahl stieg bereits im ersten Jahr von 41 auf 62.
Mit dem Bau der A60 entstand rund um Bauschheim eine reizvolle Seenlandschaft, darunter bekannte Gewässer wie der Silbersee, das Hobbyparkgelände, der Waldsee und das Börnchen „de Gaul“. Die Vereinsmitglieder engagierten sich früh bei regionalen Angelveranstaltungen und schlossen sich dem Bezirk „Mainspitze“ der Sportfischer an. Obwohl die Sportfischerprüfung damals noch nicht verpflichtend war, legte der Verein Wert auf die Qualifikation seiner Mitglieder.
1967 fiel die Entscheidung für die Anpachtung des heutigen Waldsees – eine Wahl, die sich rückblickend als goldrichtig erwies. Der See präsentierte sich anfangs als wilder Bade- und Campingplatz, teilweise sogar als Müllhalde. In unzähligen Arbeitsstunden verwandelten die Mitglieder das Gelände in ein gepflegtes Naturparadies. Die Errichtung eines Zauns, das Besetzen des Sees mit Fischen und die Renaturierung prägten diese Zeit. 1968 folgten der Bau der ersten Schutzhütte und einer Toilettenanlage, auch wenn Vandalismus das Engagement immer wieder auf die Probe stellte.
Die Idee eines festen Vereinsheims wurde 1969 erstmals diskutiert, fand jedoch noch keine Mehrheit. Die Mitgliederzahl erreichte 1970 bereits die Marke von 100.
Der Verein entwickelte sich kontinuierlich weiter. 1974 wurde die Schutzhütte um eine Veranda erweitert, und ein Freundschaftspakt mit dem ASV Königstädten geschlossen. 1979 erhielt der Verein den Status der Gemeinnützigkeit und trat dem Stadtverband für Leibesübungen Rüsselsheim e. V. bei. Der Bau eines massiven Vereinsheims musste zwar aufgrund eines Baustopps verzögert werden, doch nach langem Behördenstreit konnte 1983 endlich mit dem Bau begonnen werden.
Dank einer „Bausteine-Aktion“, bei der Mitglieder dem Verein zinsfrei ihr Erspartes zur Verfügung stellten und dem großen Engagement der Mitglieder wurde das Vereinsheim 1984 feierlich eröffnet und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der ASV Bauschheim engagierte sich über das Angeln hinaus für die Gemeinschaft: Als förderndes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Bauschheim, im Natur- und Vogelschutzverein und als Gründungsmitglied des Stadtverbandes Grüner Kreis Rüsselsheim e.V.
Besonders hervorzuheben ist die Gründung einer Gewässerschutztruppe in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbeauftragten der Stadt und dem Verband Hessischer Sportfischer. Das 25-jährige Vereinsjubiläum 1987 wurde mit einer Festwoche gebührend gefeiert – ein Ereignis, das vielen Bauschheimern in lebhafter Erinnerung blieb.
Die Jahre brachten neue Herausforderungen: 1988 sorgte ein Ölteppich im Waldsee für Aufregung, dem die Feuerwehr erfolgreich begegnete. Die Begrünung des neu erschlossenen Geländes – finanziert durch die Untere Naturschutzbehörde – und die Teilnahme am ersten Umwelttag der Stadt Rüsselsheim unterstreichen das Umweltengagement des Vereins. Trotz steigender Einwohnerzahlen blieb die Mitgliederzahl mit etwa 200 relativ konstant.
Die Förderung der Jugend war dem Verein stets ein besonderes Anliegen. 1988 wurde erstmals eine Schulprojektwoche am Waldsee durchgeführt, und der Einstieg in den Castingsport ermöglichte die Teilnahme an hessischen und deutschen Meisterschaften. 1993 wurde die Jugendgruppe des ASV als aktivste im Verband Hessischer Sportfischer ausgezeichnet. Zeltlager, Angelausflüge und eine unvergessliche Reise an den Vierwaldstätter See prägten die Jugendarbeit.
Meilensteine wie die Beteiligung am Fest der Zugehörigkeit zu Rüsselsheim 1995, die Erfassung der Flora und Fauna für das Biotopkataster 1998 und die stetige Modernisierung des Vereinsheims zeigen die Vielseitigkeit des Vereinslebens.
2012 feierte der ASV sein 50-jähriges Bestehen mit einem Akademischen Abend und einer Rocknacht.
Seitdem wurden die Weihnachtsfeiern statt im Bürgerhaus im eigenen Vereinsheim ausgerichtet, und eine Verkaufshütte für den Weihnachtsmarkt angeschafft.
Die Corona-Pandemie stellte den Verein vor immense Herausforderungen: Veranstaltungen und die geplante 60-Jahr-Feier mussten ausfallen, das Vereinsleben kam nahezu zum Erliegen. Auch die gestiegenen Energiekosten infolge des Ukraine-Krieges belasteten den Verein. Doch durch den Einsatz einer engagierten Thekendienst-Gruppe blieb das Vereinsheim geöffnet und wurde wieder zum Treffpunkt für Mitglieder und Gäste.
Nach einem massiven Fischsterben 2021, bei dem ca. 500 kg Fische verendet sind, wurden Wasserbelüfter installiert. 2023 folgte mit dem Petri-Schutzsystem eine innovative Maßnahme zum Schutz des Fischbestands vor Fressfeinden wie dem Kormoran. Eine Röhrichtinsel bietet seit 2025 zusätzlichen Schutz und Lebensraum für die Fische.
Seit 2023 findet im Sommer am Waldsee die Veranstaltung „Wein trifft See“ statt, die der Bauschheimer Skiclub ins Leben gerufen hat. Seit 2024 beteiligt sich der ASV aktiv an der zweitägigen Veranstaltung, die sich nicht nur bei Bauschheimern einer großen Beliebtheit erfreut.
Auch seine alljährliche Wanderung zwischen den Jahren beendet der Skiclub seit einigen Jahren mit einem Grillfest beim ASV.
Im Jahr 2024 musste sich der Verein von seinem letzten Gründungsmitglied und ehemaligen Vorsitzenden, Richard Eckert, verabschieden.
Die Sicherheit und Ordnung am Waldsee wurde durch eine neue Schließanlage und Hinweisschilder zur Haus- und Geländeordnung verbessert.
Investitionen wie eine neue Musikanlage, elektrische Rollläden, ein neues Klimagerät für die Theke und weitere Modernisierungen sichern die Zukunftsfähigkeit des Vereins.
Angeln ist und bleibt das Herzstück des Vereinslebens: Jährlich finden 15 bis 20 Angelveranstaltungen für Aktive und Jugendliche statt. Der ASV Bauschheim versteht sich als Gemeinschaft von Anglerinnen und Anglern, die Nachhaltigkeit und Freude am Sport vereinen. Die Förderung der Jugend, der Schutz der Natur und das Vereinsleben stehen im Mittelpunkt des Handelns.
Wer Fische fängt aus Leidenschaft. Den reichen Fang mit Maß betreibt, sorgt, dass im Wasser auch was bleibt. Und angelt nicht um Geld und Gunst, nein, nur aus Freude an der Kunst. Der ist, wär’s der geringste Knecht, Sportangler doch und fischgerecht!
Der Ursprung dieses Gedichts ist nicht eindeutig geklärt. Die Zeile „wer Fische fängt aus Leidenschaft“ erinnert an Goethes berühmtes Gedicht „Der Fischer“ und steht symbolisch für die Philosophie des Vereins: Angeln mit Respekt vor Tier und Natur.
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